Ablauf der Schlacht bei Auerstedt

13. Oktober 1806, Auerstedt – am Nachmittag:
Feldmarschall Herzog von BRAUNSCHWEIG erreicht mit der preußischen Hauptarmee (50.000 Mann) die Gemarkung um Auerstedt und bezieht Quartier im Auerstedter Schloss. Sein strategischer Plan: bei Freyburg die Unstrut überqueren und den französischen Angriff in nördlicher Richtung erwarten.

14.Oktober 1806, Auerstedt – früher Morgen:
Gegen 6 Uhr marschiert die preußische Hauptarmee von Rannstedt über Auerstedt in Richtung Gernstedt und Taugwitz. Das III. französische Korps unter Marschall DAVOUT (27.000 Mann) attackiert: das Korps kommt aus Naumburg und sollte die bei Weimar vermutete preußische Hauptarmee von der Flanke her angreifen. Aus dem unerwarteten Begegnungsgefecht entwickelt sich die entscheidende Schlacht bei Auerstedt und Hassenhausen. Beide Seiten irrten über den Gegner. Davout wusste nicht, dass er auf die preußische Hauptarmee treffen würde und der preußische Generalstab unterschätzte die bei Naumburg stehenden französischen Kräfte. Gegen 7 Uhr besetzte DAVOUT mit einer Division Hassenhausen und entfaltete die Soldaten nördlich und südlich des Dorfes. Der preußische General BLÜCHER attackierte den rechten Flügel vergeblich. Gegen 9 Uhr verstärkten beide Seiten ihre Linien: durch die Division Schmettau auf preußischer und durch die Division Friant auf französischer Seite. Der Herzog von BRAUNSCHWEIG hält den linken Flügel der Franzosen für schwächer und entsendet SCHARNHORST und BOYEN zum verstärkten Druck dorthin. DAVOUT reagierte sofort mit Verstärkungen.

Auerstedt – am Vormittag:
Herzog von BRAUNSCHWEIG wird tödlich verwundet. Friedrich Wilhelm III., Preußens König, ernennt keinen neuen Oberbefehlshaber. Die preußisch-sächsischen Reihen wanken, sind schlecht organisiert, ihre Reserven erreichen das Schlachtfeld verspätet. Unter den wuchtigen Schlägen Marschall DAVOUTS erlahmt der preußische Widerstand.

Auerstedt – am Mittag:
König Friedrich Wilhelm III. weigert sich. die 18.000 Mann starke Reserve unter General von KALCKRUTH in die Schlacht zu führen. Das Schicksal der preußischen Armee ist besiegelt.

Jena und Auerstedt – am Nachmittag:
Friedrich Wilhelm ordnet den Rückzug an – Preußen und Sachsen fliehen panisch vom Schlachtfeld. Die siegreichen Franzosen plündern und Napoleon liegt nun ganz Deutschland offen. So begibt er sich nach Weimar und marschiert wenige Tage später in Berlin ein.
Von ca. 300.000 an der Schlacht beteiligten deutschen und französischen Soldaten kehren 40.000 nicht nach Haus. Wochen vergehen, bis die Gräuel des Krieges auf den Feldern zwischen Jena, Weimar und Naumburg verschwinden – die Erinnerung bleibt über Generationen.

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