• Gedenkstein bei Vierzehnheiligen / © Weimarer Land Tourismus
  • Schlacht Auerstedt / © Weimarer Land Tourismus
  • Historische Kostüme / © Weimarer Land Tourismus
  • Historische Persönlichkeiten / © FVV WL

Napoleonschlacht Auerstedt

Die Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806

Die Schlacht bei Jena und Auerstedt ist als legendärer Wendepunkt in die Geschichte Europas des 19. Jahrhunderts eingegangen. Die Preußische Armee erlitt eine schwere Niederlage gegen die französischen Truppen unter Napoleon.


Napoleon selbst schlug am 14. Oktober 1806 bei Jena mit einem Gros seiner Armee die preußisch-sächsische Verbündetenarmee unter dem Fürsten von Hohenlohe. Zur gleichen Zeit konnte Marschall Davout mit seinem Korps die ihm zahlenmäßig deutlich überlegene preußische Hauptarmee – unter dem Herzog von Braunschweig – bei Auerstedt schlagen. Auf den Schlachtfeldern von Jena und Auerstedt trafen ca. 240.000 Soldaten Frankreichs sowie Sachsens und Preußens aufeinander.
7 Tage zuvor war Napoleon, von Bayern aus, in Thüringen eingerückt und hatte bereits um den 10. Oktober bei Schleiz und Saalfeld die ersten Vorgefechte gewonnen. Dabei wurde der preußische Heerführer Prinz Louis Ferdinand getötet.


Am 14. Oktober um 6 Uhr begann der erste französische Angriff bei Jena. Etwa 150.000 Soldaten fochten auf einer Fläche von 6 x 12 km gegeneinander – davon 100.000 in direkter Kampfhandlung.


Die Schlacht bei Jena zerfiel in fünf Einzelgefechte:

- bei Lützeroda /Closewitz

- bei Rödigen / Lehesten

- vor Vierzehnheiligen

- bei Isserstedt

- bei Kapellendorf

Schlachtverlauf bei Jena


Auf dem Sperlingsberg, eine Höhe östlich von Kapellendorf, wurden im letzten Gefecht die preußischen und sächsischen Verbände endgültig von den Franzosen geschlagen.
In und um das Dorf Auerstedt traf die preußische Hauptarmee unter Führung des Herzogs von Braunschweig auf die von Marschall Davout geführten französischen Truppen. Hier standen ca. 65.000 Soldaten im Kampfgeschehen. Als der Herzog von Braunschweig durch einen Kopfschuss schwer verletzt wurde, bestellte der preußische König keinen neuen Oberbefehlshaber. Die Preußen kämpften in unkoordinierten Einzelgefechten und traten schließlich den Rückzug Richtung Weimar an. Auerstedt wurde durch die französische Artillerie in Brand geschossen und schwer zerstört.

Schlachtverlauf bei Auerstedt


Zeitreise

Zu einer Zeitreise der besonderen Art laden alle fünf Jahre bei Cospeda "Freizeitsoldaten" aus ganz Europa zur Nachstellung von Szenen der Schlacht ein. Im Deutsch-Französischen Jahr 2006 konnte man in Großveranstaltungen sehen, dass 200 Jahre nach dem historischen Ereignis aus Feindschaft Freundschaft geworden ist.
Für Besucher wird im -Museum 1806- in Jena-Cospeda (info@jena1806.de) die Geschichte nochmals erlebbar. Neben zeitgeschichtlichen Exponaten, reichhaltigen historischen Karten- und Bildmaterial vermitteln Zinnminiaturen einen Eindruck der geschichtlichen Epoche.
Da die Doppelschlacht von Jena und Auerstedt tief im Gedächtnis der Menschen unserer Region verankert ist, werden die Sachzeugnisse bewahrt und weiter aufgespürt. Die Denkmäler, Gedenksteine und Informationspunkte auf dem historischen Areal werden von Vereinen, die sich um das Andenken der Schlacht bemühen, gepflegt und erweitert.


Dazu gehören im Weimarer Land der zwölf Meter hohe, begehbare Kalksteinturm auf dem Kapellendorfer Sperlingsberg und das museal genutzte Schloss von Auerstedt. Auerstedt fühlt sich als "Weltdorf" dem europäischen Gedanken für Völkerfreundschaft und Weltfrieden verpflichtet und will Menschen zusammenführen. Seit 1998 steht in der Nähe des ehemaligen Hauptquartiers das einzigartig lebende Bauwerk – der "Auerworldpalast" aus Weidenruten. Die Nutzung des Auerworldpalastes bei den regelmäßig stattfindenden Vollmondfesten bereichert das Kulturangebot dieser Region.  

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